ISO, ASA, DIN
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ISO, ASA, DIN

Aus Zeiten des Zelluloidfilms kennen wir noch die Frage des Fotofachhändlers unseres Vertrauens: Dürfen es auch ein paar ASA mehr sein?

 

Heute wie damals sind unsere Filme/Sensoren für die Aufnahme einer bestimmten Lichtmenge optimiert. Diese Lichtempfindlichkeit wird durch den ASA- oder ISO-Wert (früher auch DIN) beschrieben.

 

Je höher dieser Wert, um so höher die Empfindlichkeit. Ist man beim analogen Film gezwungen einen einmal eingelegten Film mit dem ihm eigenen ASA-Wert zu belichten, können wir an unserer DSLR lustig am Rad drehen und die Empfindlichkeit des Sensors hoch und runterdrehen.

 

Aber wie verhält sich nun die Empfindlichkeit im Zusammenspiel von Zeit und Blende?

Bei gängigen Kameras lässt sich die Empfindlichkeit in Stufen, meist angefangen bei 50 ASA, oft endend bei 3200 ASA einstellen. Jede Stufe bedeutet dabei eine Empfindlichkeitssteigerung um das Doppelte. Und das mit dem Doppelten kennen wir ja schon von der Zeit-/Blendenkombination.

 

Wir haben also für unsere Belichtung nun drei Faktoren, wie wir beliebig halbieren oder verdoppeln können. Allerdings auch das wiederum nur, wenn das Verhältnis gewahrt bleibt. Dazu bemühen wir noch mal das Beispiel aus der Zeit-/Blendenkombination, setzten aber auch noch den ASA-Wert mit ins Verhältnis:

 

Blende 8 1/60s bei 100ASA bringt das gleiche Ergebnis wie z.B.

Blende 11 1/60s bei 200ASA oder auch

Blende 8 1/125s bei 200ASA.

 

 

Analoge Filme werden für ihre Lichtempfindlichkeit optimiert, unsere digitalen Sensoren ebenfalls. Analoge Filme kann man je nach Anforderung wechseln. Unsere Sensoren nicht. Um dennoch auch bei digitalen Kameras eine Empfindlichkeitsänderung vornehmen zu können, und das nicht erst beim nächsten Filmwechsel, hat man das auf elektronischem Weg zu regeln versucht. Allerdings entfernt man sich mit jedem Dreh am ISO-Knopf weiter von der eigentlich physikalischen Empfindlichkeit des Sensors. Und damit nehmen Bildfehler, insbesondere das berüchtigte Bildrauschen zu.

 

Da wir im Studio unser Licht und unsere Lichtmenge selbst bestimmen, unsere Kamera dazu noch verwackelungsfrei auf einem Stativ steht, lassen wir die Finger von hohen ASA-Werten und stellen die Kamera auf ihren optimalen Wert, meist 100 ASA.

 

Neben der Lichtempfindlichkeit gab es zu analogen Zeiten oftmals einen anderen Grund, den Filmtyp zu wechseln, nämlich die Lichtfarbe. Im Gegensatz zur Empfindlichkeitssteigerung haben wir dabei allerdings einen entscheidenden Vorteil mit unserem fixen Sensor. Der läßt sich nämlich den herrschenden Lichtverhältnissen anpassen. Egal ob Kunstlicht oder Tageslicht, hier heißt das Zauberwort: Weißabgleich...

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