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über mich
Welcher Teufel mich da geritten hat, dieses Tutorial zu erstellen, habe ich ja schon auf der Startseite angerissen. Mittlerweile artet das sogar in Arbeit aus. "Zum Glück" aber lassen mich die Besucher mit Anregungen und Kritik weitestgehend in Ruhe, so dass ich nicht gezwungen bin, permanent neue Themen auszuarbeiten.
Wenn ich mich dann doch dazu hinreißen lasse, einen neuen Artikel zu erstellen, dann aus Spaß an der Freude. Und das entspricht auch meinem Werdegang in der Fotografie.
Es ist jetzt schon über 20 Jahre her, dass ich versucht habe, mich durch den überaus trockenen Studiengang der Wirtschaftswissenschaften zu beißen. Eben so lang ist es her, dass ich meine erste "gescheite" Kamera erstanden habe, eine Canon AE1.
Pech für die Uni, gut für mich, denn das Ding hat mich irgendwie fasziniert. Und schnell habe ich begriffen, dass diese Kamera weit aus mehr kann als ich. Das galt es zu ändern und so bin ich als Praktikant durch verschiedene Studios getingelt und habe wie ein Schwamm alles aufgesogen, was mir irgendwie wichtig erschien.
Frei nach dem Motto, "nur die Harten kommen in den Garten" hab ich mich durch verschiedene Ausbildungen und Studioassistenzen geschleppt, bis ich dann als "fertiger" Studiofotograf und Fotolaborant da stand.
Und dann wurde es auch allmählich Zeit fürs eigene Studio. Immerhin kann man als Fotograf enorme Tagesgagen aufrufen und ich wollte doch jetzt auch endlich mal reich werden. Aber Pustekuchen! Das Geld ist sauer verdient. Und hätte ich nicht vor 20 Jahren mein Hobby zum Beruf gemacht und wäre nicht nach wie vor mit Leidenschaft dabei, wäre ich mit einem Nine-to-Five Job besser bedient.
So genug gejammert!
Was braucht ein Fotograf neben ausreichend Biss? Richtig, Technik! Daher will ich auch mal kurz aufführen, mit was ich so arbeite:
Da wäre zunächst meine gute alte Mamiya RB 67, die leider, da rein analog, seit geraumer Zeit ein Schattendasein fristet. Und da gibt es natürlich eine Sinar, von analog auf digital umgerüstet. Diverse KB-Bodies, die aber auch zu analogen Zeiten schon keine Rolle für die Studioarbeit gespielt haben. Und dann, man höre und staune, einige Fuji S2pro-Bodies, mit denen ich auch die Bilder zu den Workshops geschossen habe.
Zugegeben, ich mache es mir etwas bequemer als die meisten, in dem ich die Kameras an ihren eigenen Rechner andocke und per Hyper-Utility-Software steuere.
Labor ist nicht mehr. Meine E6 Rotationsentwicklung habe ich bereits im vergangenen Jahrtausend eingestellt. Trotzdem kommt mir auch heute noch das Wissen um Gradation, Farbräume, Filtern, Maskieren, Abwedeln, Nachbelichten etc. bei meiner täglichen Arbeit am MAC sehr zugute.
Wichtigste Komponente in der Produktfotografie ist aber nach wie vor das Licht. Ein paar meiner Lampen habe ich ja schon mit abgebildet. Es geht dabei auch nicht unbedingt darum, möglichst viel zu haben, sondern im richtigen Augenblick auf die richtige Lampe zurückgreifen zu können. Daher hat sich im Laufe der Zeit so einiges angesammelt. Da Generatoren und Lampenköpfe den harten Studioeinsatz zuverlässig durchstehen müssen, hab ich auch gar nicht erst mit Richter etc. angefangen. Im Augenblick habe ich ein Mischmasch aus Musch (kennt wahrscheinlich keiner), Materzock (kennt wohl auch keiner) und Elinchrom. Passt aber, nach einiger Fummelei, trotzdem alles zusammen. Da einige der Generatoren noch aus analogen Zeiten stammen, haben die auch ordentlich Dampf. Bis zu 4000 W/s. Was mich allerdings oft dazu zwingt, meinen Kameras einen dicken Neutraldichtefilter zu verpassen.
Und dann natürlich, nicht zu unterschätzen, das ganze Kleinzeugs. Klammern, Hintergründe, Knete, Bauklötze und und und. Eben alles, was die Arbeit im Studio leichter macht und sich in Reichweite befinden sollte.
Von daher ist aus mit diesen Voraussetzungen ein Aufbau zu einem Workshopthema schnell gemacht. Der Amateur muss immer erstmal auf die Suche gehen. Deshalb Hut ab vor denen, die mit weit aus improvisierteren Mitteln an diese Themen rangehen.