.

Glossar

Blitzanlage

bestehend aus Blitzgenerator und Lampenköpfen. Dabei verfügt der Generator über mehrere Steckplätze für Lampenanschlüsse. Bei klassischen Generatoren verteilt sich die abgegebene Blitzleistung zu gleichen Teilen auf die angeschlossenen Lampen. Je nach Hersteller ist die Blitzleistung über mehrere Blenden regelbar. Gemessen wird die Blitzleistung in Wattsekunden.

Baustrahler

gehören, wie der Name schon sagt, auf den Bau, aber nicht ins Studio. Es ist zwar verlockend, zumal sie oft gleich mit "Stativ" angeboten werden. Da sie aber sehr heiß werden und es im Set oftmals sehr eng zugeht, ist die Verletzungs- und auch Brandgefahr sehr groß. Zudem lassen sie kaum Lichtformung zu.

Einstelllicht

oder auch Pilotlicht genannt. Es dient der Beurteilung der Ausleuchtung mit Blitzlampen. Dazu sitzen im Lampenkopf in der Mitte der Blitzröhre meist Halogenbirnen, die das Licht des Blitzes simulieren. Von proportionalem Einstelllicht redet man, wenn sich dessen Leistung mit der Einstellung der Blitzleistung eben proportional verändert.

Farbtemperatur

In der Fotografie unterscheidet man in der Hauptsache zwischen Kunstlicht und Tageslicht. Gemessen und angeben wird deren Lichtfarbe in Kelvin. Dabei hat eine Kunstlichtquelle (z.B. eine Glühfadenlampe) eine Farbtemperatur von 3400 o Kelvin, das mittlere Tageslicht ca. 5000 o Kelvin. Definiert wird Farbtemperatur dadurch, welches Licht ein Stück Eisen abgibt, das laufend weiter erhitzt wird. Von Rotglut über Weißglut bis in den Blaubereich bei einer Temperatur von über 6000 o Kelvin.

 

Filtern

Moderne DSLRs machen es aufgrund des Weißabgleichs kaum noch notwendig mit Kamerafiltern zu arbeiten. Es sei denn, man strebt gewisse Effekte an. Zu analogen Zeiten, gerade in der Diafotografie war das noch anders. Es war durchaus üblich, dass Diamaterial, selbst wenn es vom gleichen Hersteller kam, farblich unterschiedlich war und ein 64 ASA-Film nicht unbedingt genau 64 ASA haben musste. Nicht umsonst haben Profifotografen ihre Emulsionen eingetestet und wenn sie die richtige gefunden hatten, ihren Kühlschrank mit einer Emulsion in verschiedenen Formaten voll gepackt.

Oftmals haben Filmhersteller zumindest bei den Großformaten für jeden Emulsionsguss Filterempfehlungen und die tatsächliche Empfindlichkeit aufgedruckt.

 

Dabei unterscheidet man die so genannten LB-Filter (Lightbalance) und die CC-Filter (Color-Correction).

 

LB-Filter arbeiten dabei ausschließlich im Bereich der Farbtemperatur. Sie werden sowohl als Gelatine-Filter für die Kamerafilterung angeboten als auch als Rollenware. Sie gehören zur Ausstattung jeder Filmcrew, um Lampen oder auch einfallendes Fensterlicht wärmer oder kühler zu filtern, jedoch ohne es bunt wirken zu lassen. Letztendlich leisten sie aber zum selben Zweck auch im Fotostudio gute Dienste.

 

CC-Filter hingegen arbeiten nur in einem bestimmten Spektralbereich, filtern also immer nur einen entweder additiven oder subtraktiven Farbstich. Somit gibt es sie als Blau-, Rot-, Grün, Cyan-, Magenta- und Gelbfilter In unterschiedlichen Stärken und nur als Kamerafilter.

 

Und damit noch mal zurück zum Weißabgleich zumindest meiner DSLRs: Wenn ich den manuelle exakt in meinem Studiolicht durchführe, so wäre es anschließend für wirklich neutrale Ergebnisse dieses Bodies notwendig, die Aufnahmen mit einem 5er Magentafilter nachzufiltern, da ich sonst einen, wenn auch leichten Grünstich hätte. Also mache ich meinen Weißabgleich gleich durch einen 5er Grünfilter und kann mir dann das Filtern sparen. Bei meinem Zweitbody ist es nahezu umgekehrt.

 

Hohlkehle

oder auch Rundhorizont genannt. Gerade Produktaufnahmen werden meist auf neutralem Untergrund abgebildet. Je nach Brennweite und Aufsicht kann dieser Untergrund enorme Ausmaße annehmen. Zudem ist es aufwendig eine so große Fläche gleichmäßig auszuleuchten. Daher zieht man den Untergrund in eine, leichten Bogen nach oben. Was bei kleineren Produkten noch recht einfach ist, wird in z.B. Möbel- oder Auto-Studios vom Schreiner erledigt und für jede Aufnahme individuell gestrichen.

Kompaktblitz

Blitzlampen mit integriertem Blitzgenerator. Nicht so leistungsfähig wie Blitzköpfe, die von einen externen Generator betrieben werden, haben sie aber den Vorteil direkt mit dem Stromnetz verbunden einsetzbar zu sein.

RGB-Farbraum

Spätestens seit es die Bildbearbeitungsprogramme gibt, hat jeder schon mal von den verschiedenen RGB Farbmodellen gehört. Als das wären RGB, CMYK, Lab und HSB, um nur die Wichtigsten zu nennen.

Für uns als Fotografen spielt dabei der RGB-Bereich die Hauptrollen. RGB steht als Abkürzung für die drei additiven Grundfarben Rot, Grün und Blau, auch Lichtfarben genannt, aus denen sich durch Übereinanderprojezieren einzelner oder aller Grundfarben alle für das menschliche Auge sichtbaren Farben bis hin zum weißen Licht ergeben.

 

Genau nach diesem Prinzip baut auch jeder Farbfilm aber auch jede Digitalkamera das Bild auf. Sind es beim Film drei lichtempfindliche Emulsionschichten, die übereinander liegen und nur für jeweils eine der drei Grundfarben empfindlich sind, sind es beim Sensor in der Digitalkamera Sensorpunkte, von denen jeder auch nur für eine Farbe und deren Helligkeit zuständig ist.

RGB-Regler.jpg Kommt es also z.B. zum Farbstich bei einer Aufnahme, dann heißt das, der Film/Sensor hat zuviel Licht einer oder zwei Grundfarben bekommen. Ein Blaustich hat seine Ursache entweder in zuviel blauem Licht oder eben umgekehrt zu wenig grünem und roten Licht. Gegengefiltert wird daher auch nur in den drei Farben.

Rundhorizont

siehe Hohlkehle

Siemens-Lufthaken

Die Arbeit des Fotografen im Set besteht zu einem großen Teil aus Improvisation. Daher sieht es in einem gut ausgestatteten Studio oft eher aus wie in einem Kramladen. Leere Flaschen, um damit Aufheller oder Spiegel abzustützen, Bauklötzchen, Knete, jede Menge Tape, Heißklebepistole und was nicht noch alles, was hilft, den Aufbau gerade so stabil zu machen, dass es für die Aufnahme reicht. Ein nahezu unverzichtbares Hilfsmittel ist dabei der Siemens-Lufthaken. Jeder Praktikant oder Azubi bekommt zu Beginn seiner Ausbildung den Auftrag, diesen im Fotofachhandel zu besorgen. Immer wieder ein Schenkelklopfer für die Fotofachverkäufer und den Chef.

Streulicht

In der Studiofotografie ist es wichtig nur das Licht auf den Film bzw. den Sensor zu bekommen, das das Motiv reflektiert. Licht, dass direkt aus der Lampe ins Objektiv fällt oder auch vom Umfeld reflektiert wird, weicht die Aufnahme auf. Daher ist es wichtig Lampen zur Kamera hin abzuschirmen. Das gleiche gilt für alle reflektierenden Flächen im Set, die nicht zum Motiv gehören. Schwarzer Samt oder Molton sowie schwarzer Fotokarton gehören also zum Grundinventar eines Fotostudios.

Syncokabel

gehören zu den vielen Stolperfallen im Studio. Kaum ein Kunde, der bei mir im Studio nicht schon mal eins rausgerissen hat. Leider unerlässlich, denn mindestens ein Blitz muss mit dem Kameraverschluss zusammen ausgelöst werden. Die anderen zünden dann hoffentlich über die Fotozelle.

Wer es komfortabler haben möchte, der kann mittlerweile aber auch per Funk oder Infrarot syncronisieren.

 

wird fortgesetzt...

 


.